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Wie TRE® (Tension & Trauma Releasing Exercises) die Traumheilung unterstützt

  • Autorenbild: Rebecca Rinnert
    Rebecca Rinnert
  • 28. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Was wäre, wenn dein Körper bereits wüsste, wie er heilen kann?

A solitary tree bathed in golden sunlight within a quiet forest, symbolizing grounding, resilience, and growth—a natural metaphor often used in trauma healing and nervous system work.

Tension & Trauma Releasing Exercises (TRE®) ist eine körperorientierte Methode zur Unterstützung der Traumabewältigung – nicht durch Gespräche, sondern indem der Körper sanft das tun darf, wofür er geschaffen ist: Spannung abbauen, Stress abschütteln und das Nervensystem wieder ins Gleichgewicht bringen.

Als Psychologin mit Schwerpunkt auf komplexe Traumata habe ich erlebt, wie TRE® eine neue Ebene der Heilung eröffnen kann – besonders für Menschen, bei denen Gesprächstherapie allein nicht mehr ausreicht. Lass uns gemeinsam entdecken, wie TRE® funktioniert, warum es hilft und wie du damit starten kannst.



Was ist TRE®?

TRE® steht für Tension & Trauma Releasing Exercises, eine Serie einfacher Bewegungen, entwickelt von Dr. David Berceli. Durch gezieltes Ermüden bestimmter Muskelgruppen wird eine natürliche Reaktion des Körpers – das sogenannte neurogene Zittern – aktiviert, die gespeicherte Anspannungen und Stress entlädt.

Dieses Zittern ist kein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Im Gegenteil: Es zeigt, dass der Körper auf seine ursprüngliche, gesunde Weise loslässt, was er nicht mehr tragen muss.


Eine Frau liegt auf dem Rücken auf dem Boden in einer sicheren, entspannten Umgebung, während sie TRE® (Tension & Trauma Releasing Exercises) praktiziert, um die Erholung von Traumata und die Entspannung des Nervensystems zu unterstützen.
TRE®

Wie hilft TRE® bei Trauma?

Erleben wir Trauma oder chronischen Stress, bleibt unser Nervensystem oft in Überlebensmodi wie Kampf, Flucht oder Erstarrung stecken. Mit der Zeit kann sich das durch Angstzustände, Muskelverspannungen, Erschöpfung, Verdauungsprobleme, emotionale Überforderung oder ein tiefes Gefühl der Entfremdung zeigen.


TRE® hilft, indem es dem Körper ermöglicht, den Stresszyklus auf sichere und unterstützte Weise abzuschließen.

💡 Häufig berichtete Vorteile:

  • Mehr innere Ruhe und Erdung

  • Weniger Angst und Muskelverspannungen

  • Verbesserter Schlaf

  • Mehr emotionale Belastbarkeit

  • Tieferes Gefühl von Sicherheit im eigenen Körper


Die Biologie hinter TRE®: Was passiert im Körper

TRE® nutzt den natürlichen Zitternmechanismus des Körpers, der vom autonomen Nervensystem – insbesondere dem parasympathischen Teil (Ruhe, Verdauung, Heilung) – gesteuert wird.

Was dabei passiert:

  • Muskeln in Becken, Hüfte und Beinen werden gezielt aktiviert.

  • Mit der Ermüdung setzt das neurogene Zittern ein.

  • Dieses Zittern hilft, festgehaltene Energie aus unverarbeiteten Stress- oder Traumaerfahrungen zu entladen.

  • Der Vagusnerv wird stimuliert, was die Regulation des Nervensystems unterstützt.

Mit der Zeit kann sich dein System so von chronischer Übererregung oder Erstarrung wieder in ein ausgewogeneres, reguliertes Gleichgewicht bewegen.

📚 Wissenschaftliche Ressourcen:

  • Berceli, D. (2005). The Revolutionary Trauma Release Process.

  • Grabbe, L., & Miller-Karas, E. (2018). The Trauma Resiliency Model: A "Bottom-Up" Intervention for Trauma Psychotherapy. Journal of the American Psychiatric Nurses Association.

  • TRE for All, Inc. – https://traumaprevention.com



Meine Erfahrung mit TRE® als Psychologin

Ich begann, TRE® in meine Arbeit zu integrieren, nachdem ich viele Jahre ausschließlich mit Gesprächstherapie gearbeitet hatte. Besonders bei komplexen Traumata oder Dissoziation fiel es meinen Klient:innen schwer, ihren Körper überhaupt wahrzunehmen oder sich darin sicher zu fühlen.

TRE® eröffnete neue Möglichkeiten:

🔸 Eine nicht-verbale, körpergeleitete Heilungsmethode

🔸 Eine Möglichkeit, innere Sicherheit wiederzuentdecken – ohne das Trauma erneut durchleben zu müssen

🔸 Eine Praxis, die auch selbstständig zu Hause angewendet werden kann


Manche Klient:innen nutzen TRE® als regelmäßiges Selbstfürsorge-Tool, andere integrieren es in ihre therapeutische Arbeit.

Meine Empfehlung: Ein sanfter, nachhaltiger Heilungsweg entsteht oft durch eine Kombination aus TRE®, Somatic Experiencing® und Gesprächstherapie. Jede Methode unterstützt das Nervensystem auf ihre Weise – zusammen schaffen sie eine stabile Grundlage für tiefe Heilung, Verbindung und Resilienz.


Wie du mit TRE® starten kannst

Let's get started!!
Let's get started!!

TRE® kann mit einer zertifizierten Begleitung oder, nach etwas Übung, selbstständig praktiziert werden.

So kannst du beginnen:

Mit zertifizierter Begleitung (wie bei mir!)

  • Du lernst die Bewegungen sicher und achtsam auszuführen.

  • Du bekommst Unterstützung, falls starke Emotionen oder körperliche Reaktionen auftreten.

  • Besonders bei komplexen Traumata, chronischen Erkrankungen oder Dissoziation empfehle ich eine begleitete Einführung.


TRE® zu Hause üben (nach Anleitung)

  • Viele Menschen integrieren TRE® in ihre wöchentlichen oder monatlichen Selbstfürsorgeroutinen.

  • Eine Sitzung dauert oft nur 10–20 Minuten, sobald dein Körper mit dem Prozess vertraut ist.

Wichtig: Bei TRE® geht es nicht darum, „mehr“ zu zittern oder alles auf einmal zu lösen. Heilung geschieht in kleinen, sanften Wellen – im eigenen Tempo.

Close-up of a person's hand gently placed over their heart, symbolizing self-connection and emotional awareness in trauma healing practices like TRE and Somatic Experiencing.

Ist TRE® richtig für mich?

TRE® kann hilfreich sein, wenn du:

✅ Mit Angst, Stress oder emotionaler Überforderung kämpfst

✅ Dich von deinem Körper entfremdet fühlst

✅ Trauma (aktuell oder aus der Vergangenheit) erlebt hast

✅ Unter chronischer Anspannung oder Erschöpfung leidest

✅ Deine Heilung auf ganzheitliche Weise unterstützen möchtest


Wenn du Gesprächstherapie ausprobiert hast, aber das Gefühl hast, dass noch etwas fehlt – könnte TRE® genau das fehlende Bindeglied sein.



FAQ: TRE® & Traumaheilung

A calming digital illustration of a person sitting peacefully with gentle waves of energy flowing downward through the body, symbolizing stress release and nervous system regulation through practices like TRE® and Somatic Experiencing.

Ist TRE® für alle sicher?

In der Regel ja, aber bei komplexen Traumata, bestimmten medizinischen Diagnosen oder häufiger Dissoziation empfehle ich, TRE® zunächst unter Anleitung zu lernen.


Werde ich während TRE® mein Trauma erneut erleben?

TRE® ist sanft und respektiert dein Tempo. Gefühle können auftauchen, aber du bist jederzeit in Kontrolle. Ziel ist es, alte Energie zu entladen – nicht, das Trauma neu zu erleben.


Kann ich TRE® mit Gesprächstherapie kombinieren?Absolut. TRE® ergänzt die Gesprächstherapie wunderbar – insbesondere, wenn Trauma im Körper gespeichert ist.


Wie oft sollte ich TRE® machen?Starte langsam – etwa einmal pro Woche oder alle zwei Wochen. Mit wachsendem Körpervertrauen kannst du die Häufigkeit anpassen.


How often should I do TRE®?

Start slow—once a week or every two weeks. As you get comfortable, you can adjust the frequency to what feels supportive.



Bereit, TRE® zu entdecken?

Wenn du spürst, dass TRE® dich ansprechen könnte, begleite ich dich gern auf diesem sanften, kraftvollen Weg – damit dein Körper wieder loslassen, vertrauen und fühlen kann.

👉 Buche hier eine TRE®-Sitzung oder ein kostenloses Erstgespräch. Oder schreibe mir einfach – ich freue mich auf deine Nachricht!

 
 
 

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